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Lassen Sie uns Ihren Vertrag bei PVAG Polizeiversicherung kündigen

Was Sie zur Kündigung bei PVAG Polizeiversicherung wissen sollten – verständlich erklärt

1. Ihren PVAG Polizeiversicherung-Vertrag kündigen

Nutzen Sie für die Beendigung des Vertrags ein Einschreiben mit Zustellnachweis. So dokumentieren Sie Versand- und Zugangstag beim Versicherer. Damit schaffen Sie belastbare Belege für Fristwahrung und späteren Nachweis.

  1. Schreiben Sie das Kündigungsschreiben, unterschreiben Sie es handschriftlich und legen Sie eine Kopie in Ihre Unterlagen.
  2. Frankieren Sie den Brief und geben Sie ihn bei der Post als Einschreiben mit Empfangsnachweis auf.
  3. Verwenden Sie diese Empfängeradresse: PVAG Polizeiversicherungs-AG (SIGNAL IDUNA Gruppe), Joseph-Scherer-Str. 3, 44139 Dortmund, Deutschland.
  4. Fordern Sie den Einlieferungsbeleg an. Notieren Sie die Sendungsnummer und bewahren Sie Belege sowie den Zustellnachweis zusammen mit einer Kopie des Schreibens auf.

Bewahren Sie alle Unterlagen, bis Sie eine schriftliche Bestätigung und das konkrete Vertragsende erhalten haben. Diese Dokumente dienen als Grundlage bei Rückfragen, bei unberechtigten Abbuchungen und bei einer möglichen Eskalation.

2. Ihren PVAG Polizeiversicherung-Vertrag verstehen

Verträge der PVAG enden in der Regel zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode. Die genaue Frist steht in Ihren Versicherungsbedingungen. Vertragslaufzeiten variieren je nach Tarif und liegen meist zwischen einem und 24 Monaten. Finden Sie die Frist und planen Sie den Zugang Ihrer Kündigung rechtzeitig.

Das müssen Sie wissen

Beachten Sie die Formvorgaben: Viele Policen verlangen Schriftform und eine eindeutige Willenserklärung mit Datum und Unterschrift. Fordert Ihre Police eine Originalunterschrift, hat ein eingescanntes Dokument oft keine Bindungswirkung. Kontaktieren Sie vor dem Absenden den Kundenservice und notieren Sie Datum, Uhrzeit und Gesprächspartner. Bei widersprüchlichen Angaben sichern Sie zusätzlich den Versand per Einschreiben mit Zustellnachweis.

So finden Sie Ihre Vertragsdaten

Suchen Sie in Beitragsrechnungen, Policen oder früheren E‑Mails nach Ihrer Versicherungsnummer oder Kundennummer. Notieren Sie diese Nummern vor dem Versand des Schreibens. Fehlen die Angaben, fordern Sie die Nummer schriftlich beim Kundencenter an und legen Sie die Antwort zusammen mit dem Versandbeleg für Ihre Unterlagen ab.

3. Ihre Kündigung vorbereiten und verfassen

Sammeln Sie alle notwendigen Informationen, bevor Sie das Schreiben verfassen. Fehlen Pflichtangaben, verzögert das die Bearbeitung oder das Unternehmen weist die Kündigung zurück. Achten Sie deshalb auf vollständige Identifikation und ein klares Beendigungsdatum.

Welche Angaben gehören in jedes Kündigungsschreiben:

  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Kundennummer / Vertragsnummer / Policennummer
  • Deutliche Kündigungsformel mit Wunschdatum oder "fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt"
  • Datum und eigenhändige Unterschrift

Beginnen Sie mit einem klaren Betreff, zum Beispiel "Kündigung der Versicherung, Vertragsnummer ...". Nennen Sie im ersten Satz Ihre Absicht, geben Sie die Vertragsnummer an und formulieren Sie das gewünschte Beendigungsdatum. Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung mit Angabe des Beendigungszeitpunkts an.

Wichtiger Punkt: Fügen Sie nötige Nachweise als Kopien bei, etwa Meldebescheinigung, Sterbeurkunde oder Beitragsmitteilung. Wenn Sie die Einzugsermächtigung widerrufen, nennen Sie das ausdrücklich und geben Sie bei Bedarf Ihre IBAN an. Scannen Sie das unterschriebene Schreiben und sichern Sie die Dateien digital sowie als Papierkopie.

So gehen Sie mit Sonderfällen um

Bei einer außerordentlichen Kündigung wegen Beitragserhöhung geben Sie den Grund in der ersten Zeile an und fügen die Erhöhungsmitteilung bei. Bei Umzug legen Sie eine Meldebescheinigung bei, bei Sterbefall die Sterbeurkunde oder einen Erbnachweis. Ist eine Originalunterschrift gefordert, senden Sie das unterschriebene Schreiben per Post als Einschreiben mit Zustellnachweis.

4. Häufige Probleme lösen

Wenn Sie keine Eingangsbestätigung erhalten, halten Sie zunächst den Versandbeleg bereit und kontaktieren Sie den Kundenservice schriftlich. Nennen Sie die Sendungsnummer und Ihre Vertragsdaten und fordern Sie eine schriftliche Rückmeldung zum Eingang und zum Beendigungszeitpunkt. Notieren Sie telefonische Kontakte und bewahren Sie E‑Mails als Dokumentation auf.

Reagiert der Anbieter nicht, legen Sie den Versandbeleg als Beleg vor und fordern Sie die Bearbeitung erneut schriftlich ein. Reichen Sie bei anhaltender Untätigkeit eine formelle Beschwerde beim Versicherer ein. Ziehen Sie bei Bedarf den Versicherungsombudsmann oder die Aufsichtsbehörde hinzu und dokumentieren Sie jeden Schritt.

Kommen unterschiedliche Kontaktdaten vor, nutzen Sie vorrangig die Adresse aus Ihren Vertragsunterlagen oder die in der Rechnung angegebene Adresse. Dokumentieren Sie jede Kontaktaufnahme mit Datum und Gesprächspartner. Bewahren Sie Fax‑Sendebelege und E‑Mail‑Antworten als Unterlage auf.

Fordert PVAG die eigenhändige Unterschrift, schicken Sie das unterschriebene Schreiben per Post. Senden Sie zusätzlich ein gescanntes Exemplar per E‑Mail und weisen Sie darauf hin, dass das Original per Einschreiben nachgesendet wird. Bewahren Sie die Sendungsnummer und den Zustellnachweis, falls der eingesandte Scan nicht anerkannt wird.

5. Kann ich PVAG Polizeiversicherung auch direkt kontaktieren?

Ja, Sie können PVAG direkt kontaktieren. Akzeptierte Wege sind postalisch, per E‑Mail, per Fax und telefonisch. Verwenden Sie für schriftliche Kündigungen die Adresse PVAG Polizeiversicherungs-AG (SIGNAL IDUNA Gruppe), Joseph-Scherer-Str. 3, 44139 Dortmund. Sie können außerdem eine E‑Mail an info@signal-iduna.de senden oder die Hotline unter 0231-1350 anrufen. Wir empfehlen für schriftliche Kündigungen das Einschreiben mit Zustellnachweis.

6. Checkliste: Wichtige Fragen

So senden Sie das Einschreiben richtig

Schreiben Sie das Kündigungsschreiben handschriftlich und unterschreiben Sie es original. Legen Sie eine Kopie in Ihre Unterlagen und lassen Sie sich den Einlieferungsbeleg geben. Notieren Sie die Sendungsnummer und heben Sie den Zustellnachweis zusammen mit der Kopie auf. Scannen Sie Belege und speichern Sie die Dateien sicher ab.

So berechnen Sie die Kündigungsfrist

Ermitteln Sie das Ende der laufenden Versicherungsperiode in Ihrer Police. Lesen Sie die dort genannte Kündigungsfrist und rechnen Sie vom Fristende rückwärts. So bestimmen Sie den letzten Zugangstag beim Versicherer. Planen Sie einen zeitlichen Puffer für Postlaufzeit und interne Bearbeitung ein.

Das tun Sie, wenn keine Bestätigung kommt

Halten Sie den Versandbeleg bereit und kontaktieren Sie den Kundendienst schriftlich mit Angabe der Sendungsnummer und der Vertragsnummer. Fordern Sie eine schriftliche Empfangsbestätigung und die Angabe des Beendigungszeitpunkts. Notieren Sie telefonische Rückmeldungen und bewahren Sie alle Antworten als Dokumentation.

Welche Dokumente Ihr Schreiben braucht

In jedem Kündigungsschreiben gehören Name, aktuelle Anschrift, Kundennummer oder Vertragsnummer sowie Datum und Ihre eigenhändige Unterschrift. Geben Sie ein gewünschtes Beendigungsdatum oder "fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt" an. Bei außerordentlichen Kündigungen fügen Sie die jeweiligen Nachweise als Kopien bei, etwa Meldebescheinigung, Sterbeurkunde oder Erhöhungsmitteilung.

So sichern Sie den Nachweis

Nutzen Sie zur Zustellung das Einschreiben mit Zustellnachweis und notieren Sie die Sendungsnummer unmittelbar nach Einlieferung. Scannen Sie Einlieferungsbeleg und Zustellnachweis und speichern Sie beide Dateien in Ihrer Akte. Bei Faxversand behalten Sie das Sendebestätigungsprotokoll, bei E‑Mail den gesendeten Anhang und mögliche Empfangsbestätigungen. Fordern Sie, wenn möglich, eine schriftliche Empfangsbestätigung an.

So gehen Sie vor bei widersprüchlichen Kontaktdaten

Verwenden Sie vorrangig die Adresse aus Ihren Vertragsunterlagen oder Rechnungen. Dokumentieren Sie, welche Adresse Sie genutzt haben und warum. Legen Sie bei späteren Streitfragen Ihre Dokumentation vor und verweisen Sie auf die in Ihren Unterlagen enthaltenen Angaben.

Das müssen Sie beachten bei Originalunterschrift

Viele Policen verlangen die eigenhändige Unterschrift; ein eingescanntes Bild genügt nicht immer. Senden Sie das unterschriebene Original per Post als Einschreiben mit Zustellnachweis. Sie können parallel ein gescanntes Exemplar per E‑Mail senden und darauf hinweisen, dass das Original nachgesandt wurde. Bewahren Sie Kopien und Versandnachweise für den Streitfall auf.

So widerrufen Sie die Einzugsermächtigung

Widerrufen Sie die Einzugsermächtigung schriftlich sowohl beim Versicherer als auch bei Ihrer Bank. Nennen Sie deutlich, dass die Ermächtigung zum Ablauf des Vertrages endet, und geben Sie gegebenenfalls Ihre IBAN an. Dokumentieren Sie die Bestätigung Ihrer Bank und prüfen Sie nach der Kündigung die Kontoauszüge auf unberechtigte Abbuchungen.

So kündigen Sie bei Beitragserhöhung

Nennen Sie in der Kündigung ausdrücklich den Grund "außerordentliche Kündigung wegen Beitragserhöhung" und fügen Sie die Erhöhungsmitteilung bei. Handeln Sie zeitnah, da die Fristen für eine außerordentliche Kündigung kurz sind. Fordern Sie eine schriftliche Rückmeldung zur außerordentlichen Kündigung und prüfen Sie anschließend, ob Beiträge zu erstatten sind.

So kündigen Sie bei Umzug

Geben Sie in der Kündigung den Umzug als Grund an und fügen Sie eine Meldebescheinigung oder eine Wohnsitzmeldung bei. Formulieren Sie das gewünschte Beendigungsdatum und senden Sie das Schreiben per Einschreiben. Prüfen Sie vor einer Kündigung, ob Ihr Vertrag eine Mitnahmeoption oder Übertragungsmöglichkeit vorsieht.

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Patrick
Kündigungsexperte
Aktualisiert am 12. Aug. 2026