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Lassen Sie uns Ihren Vertrag bei Generali Versicherung kündigen

Was Sie zur Kündigung bei Generali Versicherung wissen sollten – verständlich erklärt

1. Ihren Generali Versicherung-Vertrag kündigen

So senden Sie das Einschreiben richtig

Das Einschreiben mit Rückschein bietet Ihnen den stärksten Zugangsnachweis. Senden Sie Ihr Schreiben an Generali Deutschland Versicherung AG, Adenauerring 7, 81737 München. Ein Einschreiben dokumentiert das Absendedatum und belegt später den Zugang beim Empfänger. Dieser Beleg hilft Ihnen bei Friststreitigkeiten.

Fotografieren oder scannen Sie den Einlieferungsbeleg. Scannen Sie außerdem den unterschriebenen Rückschein nach Rücksendung. Speichern Sie beide Dateien sicher und ordnen Sie sie mit der Vertragsnummer. So lässt sich die Zuordnung bei Rückfragen schnell klären.

  1. Füllen Sie das Schreiben aus und unterschreiben Sie es, falls nötig.
  2. Adressieren Sie den Umschlag an die genannte Firmenanschrift.
  3. Geben Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein auf und nehmen Sie den Einlieferungsbeleg entgegen.
  4. Scannen Sie Einlieferungsbeleg und Empfangsnachweis und speichern Sie beide Kopien.
  5. Senden Sie bei Bedarf parallel eine E‑Mail an service@generali.de und verweisen Sie auf das eingeschriebene Schreiben.

2. Ihren Generali-Vertrag verstehen

So berechnen Sie die Kündigungsfrist

Kündigungsfristen hängen vom Produkt ab. Prüfen Sie Ihre Police auf das genaue Fristmaß. Bei Kfz‑Verträgen gilt meist eine Frist von max. 1 Monat zum Jahresende. Für Berufsunfähigkeitsversicherungen planen Sie rund drei Monate ein. Bei Lebensversicherungen endet eine Kündigung häufig zum Ende der Versicherungsperiode.

Rechnen Sie die Frist rückwärts vom gewünschten Vertragsende und planen Sie Postlaufzeiten ein. Beispiel Kfz: Läuft der Vertrag bis zum 31.12., muss der Versicherer die Mitteilung spätestens am 30.11. erhalten.

Das müssen Sie zur Vertragslaufzeit wissen

Viele Policen laufen zwölf Monate. Kfz‑Verträge folgen oft dem Kalenderjahr (01.01.–31.12.). Wenn Sie die Frist versäumen, verlängert sich der Vertrag meist automatisch um 12 Monate. Prüfen Sie deshalb die Termine rechtzeitig und legen Sie eine Erinnerung an.

Das Vertragsende entscheidet über Ihre nächste ordentliche Kündigungsmöglichkeit. Planen Sie daher Versandpuffer ein und dokumentieren Sie alle Belege.

Wichtig für die automatische Verlängerung

Eine automatische Verlängerung ändert Ihre Handlungsoptionen. Verpassen Sie die Frist, erhalten Sie oft erst im Folgejahr erneut eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit. Generali informiert über Vertragsänderungen und nennt dabei die Widerspruchsrechte.

Notieren Sie das Zugangsdatum jeder Änderungsmitteilung. Reagieren Sie innerhalb der genannten Frist, wenn Sie widersprechen oder das Vertragsverhältnis beenden möchten.

3. Ihre Kündigung vorbereiten und verfassen

Welche Angaben Ihr Schreiben braucht

Sammeln Sie vor dem Versand alle relevanten Daten und Unterlagen. Nennen Sie deutlich Ihren vollständigen Namen, Ihre Anschrift und die Versicherungs- oder Policen‑Nummer. Geben Sie das Datum und eine klare Erklärung zum Beendigungszeitpunkt an. Wenn Sie eine Auszahlung wünschen, fügen Sie die IBAN bei.

Die wichtigsten Angaben im Überblick:

  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Kundennummer / Versicherungs‑ oder Policen‑Nummer
  • Datum und eindeutige Kündigungserklärung mit gewünschtem Beendigungszeitpunkt
  • Bankverbindung (IBAN) bei Auszahlungswunsch
  • Bitte um schriftliche Bestätigung des Eingangs

So bauen Sie das Kündigungsschreiben auf

Formulieren Sie kurz und klar. Setzen Sie die Vertragsnummer in den Betreff oder die erste Zeile. Nennen Sie exakt, welchen Vertrag Sie beenden und zu welchem Datum. Fordern Sie eine schriftliche Zusage oder Empfangsbestätigung an, damit Sie einen Beleg haben.

Musterformulierung: "Hiermit beende ich meinen Vertrag Nr. [Nummer] zum [Datum]. Bitte bestätigen Sie den Eingang schriftlich." Schließen Sie mit Namen und Unterschrift ab.

Besondere Situationen kurz erläutert

Bei Todesfall legen Erben Sterbeurkunde und gegebenenfalls Erbschein bei. Beim Fahrzeugverkauf fügen Sie eine Kopie des Kaufvertrags bei. Bei Beitragserhöhungen heften Sie die Änderungsmitteilung an, damit der Fristbeginn nachvollziehbar ist.

Textform - also per E‑Mail, Fax oder Brief - genügt bei vielen Produkten. Verlangt Ihre Police jedoch ausdrückliche Schriftform mit Unterschrift, senden Sie das Schreiben postalisch.

4. Häufige Probleme lösen

So erreichen Sie den Kundenservice bei Problemen

Nutzen Sie E‑Mail und Post parallel, um Ihre Kontaktversuche zu dokumentieren. Schreiben Sie an service@generali.de oder rufen Sie 089 5121‑4477 an. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und Namen der Gesprächspartner. So lässt sich später der Ablauf lückenlos darstellen.

Verweisen Sie in Folge‑Nachrichten stets auf die Versandart und die Belegnummer des Einschreibens. Das erleichtert die Zuordnung in der Bearbeitung.

Das tun Sie, wenn Generali nicht reagiert

Bleibt eine Rückmeldung aus, senden Sie eine Erinnerung per Einschreiben mit Fristsetzung. Setzen Sie eine Frist von etwa 14 Tagen zur Bestätigung des Eingangs. Dokumentieren Sie Versand und Frist.

Wenn die Reaktion weiter ausbleibt, beschweren Sie sich beim Versicherungsombudsmann oder bei der BaFin. Legen Sie dafür alle Unterlagen und Belege geordnet vor.

So beschleunigen Sie die Auszahlung des Rückkaufswerts

Nennen Sie im Kündigungsschreiben die IBAN und legen Sie geforderte Unterlagen bei, etwa Steuer‑ID oder eine bestätigte Ausweiskopie. Senden Sie vollständige Unterlagen, damit keine Nachfragen entstehen. Fordern Sie schriftlich eine Auflistung fehlender Unterlagen an und setzen Sie eine Frist zur Nachreichung.

So lässt sich die Bearbeitung besser verfolgen und die Auszahlung oft beschleunigen.

5. Kann ich Generali Versicherung auch direkt kontaktieren?

Sie können Generali direkt kontaktieren. Akzeptierte Kanäle sind E‑Mail an service@generali.de und der Postweg an Generali Deutschland Versicherung AG, Adenauerring 7, 81737 München. Telefonische Auskünfte helfen bei Fragen, rechtsverbindliche Kündigungen sollten Sie jedoch schriftlich einreichen. Für maximale Rechtssicherheit nutzen Sie das Einschreiben mit Nachweis.

6. Checkliste: Wichtige Fragen

So senden Sie das Einschreiben richtig

Wählen Sie das Einschreiben mit Empfangsnachweis, um den Zugang zu dokumentieren. Datieren Sie das Schreiben und geben Sie die Vertragsnummer an. Scannen Sie Einlieferungsbeleg und Empfangsnachweis und legen Sie beide Kopien ab.

Wenn die Frist knapp ist, senden Sie zusätzlich eine E‑Mail an service@generali.de und verweisen Sie auf das eingeschriebene Schreiben.

So berechnen Sie die Kündigungsfrist

Starten Sie mit dem Vertragsende und rechnen Sie die Frist rückwärts. Bei Kfz‑Verträgen, die dem Kalenderjahr folgen, gilt meist eine Frist von max. 1 Monat. Bei Beitragserhöhungen beginnt eine gesonderte Frist, oft sechs Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung. Planen Sie Postlaufzeiten ein.

Das tun Sie, wenn keine Bestätigung kommt

Erwarten Sie eine Rückmeldung innerhalb einer vernünftigen Frist, in vielen Fällen bis max. 1 Monat. Bleibt die Rückmeldung aus, senden Sie eine Erinnerung per Einschreiben mit Fristsetzung. Dokumentieren Sie jeden Schritt inklusive Versandnachweisen.

Wenn auch die Mahnung unbeantwortet bleibt, prüfen Sie den Ombudsmann als Beschwerdeweg und legen Sie alle Unterlagen vor.

Welche Dokumente Ihr Schreiben braucht

Mindestens sollten Name, Anschrift, Kundennummer oder Policen‑Nummer sowie Datum und eine klare Kündigungsformulierung im Schreiben stehen. Bei Auszahlungswunsch fügen Sie die IBAN bei. Bei Todesfall sind Sterbeurkunde und gegebenenfalls Erbschein nötig.

Geben Sie alle relevanten Unterlagen als Kopie bei, damit die Bearbeitung nicht durch Nachfragen verzögert wird.

So beantragen Sie den Rückkaufswert

Nennen Sie im Schreiben die IBAN und fordern Sie die Überweisung des Rückkaufswerts an. Legen Sie Steuer‑ID und eine bestätigte Kopie des Ausweises bei, wenn Generali diese zur Identifikation verlangt. Reichen Sie alle Formulare vollständig ein, um Wartezeiten zu vermeiden.

So reagieren Sie bei Beitragserhöhung

Nach einer Beitragserhöhung haben Sie meist ein Sonderkündigungsrecht von max. 1 Monat. Beziehen Sie sich in Ihrer Erklärung auf die Änderungsmitteilung und fügen Sie diese als Kopie bei. Senden Sie das Schreiben per Einschreiben und zusätzlich per E‑Mail, um den Zugang zu dokumentieren.

So kündigen Sie nach einem Schadensfall

Nach einer Leistungsentscheidung haben Sie häufig eine Frist von rund einem Monat, um zu reagieren. Legen Sie der Kündigung die schriftliche Leistungsentscheidung bei. Notieren Sie das Datum der Entscheidung und fügen Sie relevante Gutachten als Kopie an.

Wenn Streit besteht, protokollieren Sie sämtliche Schriftwechsel und bereiten Sie gegebenenfalls eine Beschwerde vor.

So gehen Sie vor bei Todesfall oder Erbfall

Erben oder Bevollmächtigte sollten schnell Kontakt aufnehmen und Sterbeurkunde sowie gegebenenfalls Erbschein vorlegen. Manche Policen enden automatisch, andere müssen durch die Erben beendet werden. Geben Sie in Ihrer Mitteilung an, in welcher Eigenschaft Sie handeln, und fügen Sie Nachweise bei.

Diese Klarheit beschleunigt die Abwicklung und reduziert Rückfragen.

Das tun Sie, wenn Sie die Frist verpasst haben

Verpasste Fristen führen meist zur automatischen Verlängerung des Vertrags um weitere 12 Monate. Fordern Sie schriftlich Kulanz an und fragen Sie nach Alternativangeboten wie Tarifwechsel oder Beitragsfreistellung. Dokumentieren Sie alle Schritte und setzen Sie einen klaren Terminrahmen für eine Rückmeldung.

Aktives Nachfassen erhöht die Chancen auf eine zufriedenstellende Lösung.

So beenden Sie das Lastschriftmandat

Prüfen Sie parallel das SEPA‑Lastschriftmandat bei Ihrer Bank und widerrufen Sie es gegebenenfalls. Teilen Sie Generali schriftlich mit, dass keine weiteren Lastschriften eingezogen werden dürfen. Bewahren Sie eine Kopie der Bankmitteilung sowie die Bestätigung des Versicherers auf.

So minimieren Sie das Risiko weiterer Abbuchungen nach Beendigung des Vertrags.

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Patrick
Kündigungsexperte
Aktualisiert am 16. Juli 2026