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Was Sie zur Kündigung bei ING Diba wissen sollten – verständlich erklärt

1. Ihren ING Girokonto-Vertrag kündigen

Für einen rechtssicheren Beleg senden Sie Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein. Der Zustellnachweis dokumentiert Datum und Zugang. So besitzen Sie eine belastbare Unterlage für spätere Nachfragen.

So senden Sie Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben

Adressieren Sie das Schreiben an ING‑DiBa AG, 60628 Frankfurt am Main. Nennen Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre Anschrift sowie Kontonummer oder IBAN. Geben Sie den gewünschten Beendigungszeitpunkt an und nennen Sie ein Referenzkonto für Restguthaben. Unterschreiben Sie eigenhändig; die Bank verlangt bei postalischer Einsendung eine Unterschrift.

  1. Erstellen Sie das Kündigungsschreiben mit allen Angaben und unterschreiben Sie eigenhändig.
  2. Geben Sie den Brief als "Einschreiben mit Rückschein" auf und notieren Sie die Sendungsnummer.
  3. Bewahren Sie den Einlieferungsbeleg auf und legen Sie eine Kopie des Schreibens ab.
  4. Bewahren Sie den zurückgesandten Zustellnachweis auf; er dokumentiert den Zugang bei ING.
  5. Kommt der Zustellnachweis nicht innerhalb einer angemessenen Frist an, senden Sie eine Erinnerung per Einschreiben und dokumentieren Sie jede Kontaktaufnahme.

So sichern Sie Einlieferungsbelege und Zustellnachweis

Notieren Sie die Sendungsnummer und legen Sie den Einlieferungsbeleg ab. Sobald Ihnen der Rückschein oder der Zustellnachweis zurückkommt, fügen Sie ihn Ihren Unterlagen bei. Halten Sie eine Kopie des versendeten Schreibens bereit. Dokumentieren Sie jeden weiteren Kontakt schriftlich.

2. Ihren ING Girokonto-Vertrag verstehen

Ein ING Girokonto hat meist keine feste Laufzeit. Sie können es in der Regel fristlos beenden. Tagesgeldkonten folgen oft denselben Regeln; Sparkonten, Festgeld und Kredite unterliegen dagegen eigenen Laufzeiten. Wenn das Girokonto als Verrechnungskonto für Depot oder Festgeld dient, sperrt die Bank die Löschung bis zur Übertragung oder Fälligkeit.

ING nennt für Konditionsänderungen häufig einen Vorlauf von etwa zwei Monaten. Innerhalb dieser Frist können Sie widersprechen oder den Vertrag beenden. Sparkonten können eine Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten haben. Festgeld bleibt an die Laufzeit gebunden; vorzeitige Auflösungen können Entschädigungen nach sich ziehen.

Nach einer Beendigung erhalten Sie meist eine Rückmeldung innerhalb weniger Tage. In Einzelfällen dauert die Antwort bis maximal einen Monat.

So berechnen Sie die Kündigungsfrist

Für Girokonten besteht in der Regel keine Kündigungsfrist. Bei Sparkonten kann eine Frist von bis zu drei Monaten gelten. Festgeld endet normalerweise erst bei Fälligkeit. Kredite und Baufinanzierungen folgen den vertraglichen Vorgaben zu Vorfälligkeit und möglichen Entschädigungen. Prüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen auf konkrete Fristen.

Das müssen Sie bei verknüpften Produkte beachten

Wenn Ihr Girokonto als Verrechnungskonto geführt wird, regeln Sie zuerst Depot oder Festgeld. Erst danach sollten Sie das Girokonto schließen. Klären Sie die nächsten Schritte schriftlich mit ING und notieren Sie erforderliche Termine. Bitten Sie die Bank, die Löschung bis zur Übertragung oder Fälligkeit zurückzustellen.

Wichtig bei Konditionsänderungen

ING informiert Kunden schriftlich über Änderungen der Konditionen. Notieren Sie Datum der Mitteilung und das Wirksamkeitsdatum. Widersprechen Sie oder beenden Sie den Vertrag innerhalb der genannten Frist, falls Sie die Änderung nicht akzeptieren. Bei Zinsanpassungen können für bestimmte Produkte abweichende Fristen gelten.

3. Ihre Kündigung vorbereiten und verfassen

Bevor Sie die Kündigung absenden, sammeln Sie alle notwendigen Angaben. Nennen Sie Namen, Anschrift, Kontonummer oder IBAN und das Absendedatum. Fügen Sie ein Referenzkonto (Ziel‑IBAN) für Restguthaben hinzu. Fordern Sie eine schriftliche Rückmeldung über den Zugang Ihres Schreibens an.

Welche Angaben Ihr Schreiben enthalten sollte

  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Kontonummer / IBAN des betroffenen Kontos
  • Referenzkonto (Ziel‑IBAN) für Restguthaben und die Bitte um schriftliche Rückmeldung
  • Datum und eigenhändige Unterschrift

Fügen Sie bei Bedarf Nachweise wie Vollmacht oder Sterbeurkunde bei. Bei Gemeinschaftskonten sind in der Regel die Unterschriften aller Kontoinhaber nötig. Bewahren Sie eine Kopie des versendeten Schreibens und den Einlieferungsbeleg auf.

So strukturieren Sie das Kündigungsschreiben

Beginnen Sie mit einer kurzen Betreffzeile. Nennen Sie im ersten Absatz das zu schließende Konto und die IBAN. Im zweiten Absatz fordern Sie die schriftliche Zusage über den Zugang an und nennen das Referenzkonto. Schließen Sie mit Ort, Datum und Ihrer eigenhändigen Unterschrift ab.

Sonderfälle kurz erklärt

Bei Gemeinschaftskonten verlangen Banken meist die Unterschriften aller Kontoinhaber. Wenn nur eine Person unterschreibt, kann die Bank die Annahme ablehnen. Fordern Sie in diesem Fall eine verbindliche schriftliche Nennung der erforderlichen Unterschriften an.

Bei Vollmachten legen Sie eine Kopie der Vollmacht und einen Identitätsnachweis des Bevollmächtigten bei. Ist das Konto gepfändet, schließt die Bank es oftmals erst, wenn die Pfändung geklärt ist. Ziehen Sie bei Bedarf rechtliche Beratung hinzu.

Bei Todesfall benötigen Erben in der Regel die Sterbeurkunde und häufig einen Erbschein. Kontaktieren Sie ING und senden Sie die Unterlagen per Einschreiben oder über die sichere Nachrichtenzentrale. Lassen Sie das Konto für die Abwicklung offen, bis alle Formalitäten geklärt sind.

4. Häufige Probleme lösen

Manche Kundinnen und Kunden warten länger auf eine Rückmeldung oder erleben, dass die Bank das Konto nicht sofort schließt. Dokumentieren Sie deshalb Einlieferungsbelege, Kopien des Schreibens und Screenshots aus der Post‑Box. Sammeln Sie alle Unterlagen sachlich, bevor Sie eskalieren. Diese Vorbereitung erhöht die Aussicht auf eine zügige Lösung.

Das tun Sie, wenn keine Bestätigung kommt

Warten Sie einige Tage; meist erfolgt die Rückmeldung schnell. In Einzelfällen kann die Antwort bis maximal einen Monat dauern. Kommt keine Rückmeldung, senden Sie eine Erinnerung per Einschreiben mit Zustellnachweis oder nutzen Sie die sichere Nachrichtenzentrale im Onlinebanking. Notieren Sie jeden Kontaktversuch mit Datum und Ansprechperson.

Fordern Sie eine fristgerechte Antwort und dokumentieren Sie die offenen Schritte schriftlich. Reagiert die Bank nicht oder bleibt die Begründung unklar, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale oder an den Ombudsmann der privaten Banken. Als weitere Option können Sie eine Beschwerde bei der BaFin einreichen. Legen Sie dafür alle Belege und Kopien vor.

So gehen Sie vor, wenn die Bank die Schließung verweigert

Fordern Sie eine schriftliche Begründung der Ablehnung an. Bitten Sie die Bank, die notwendigen Schritte zur Löschung klar zu benennen. Übliche Gründe sind Verrechnungsbeziehungen, Pfändungen oder ein negativer Kontostand. Verlangen Sie eine Frist, bis wann die Bedingungen erfüllt sein müssen.

Bleiben die Gründe unklar oder verzögert die Bank unverhältnismäßig, legen Sie Beschwerde ein und wenden Sie sich parallel an die Verbraucherzentrale oder den Ombudsmann. Dokumentieren Sie alle Kontakte und bewahren Sie Einlieferungsbelege auf. Diese Unterlagen benötigen Sie für eine mögliche weitere Eskalation.

So lösen Sie Probleme mit Abbuchungen vor der Schließung

Stellen Sie vor dem Absenden der Kündigung sicher, dass das Konto ausgeglichen ist. Nennen Sie ein Referenzkonto im Schreiben, auf das Restguthaben überwiesen werden soll. Behalten Sie Lastschriften im Blick und informieren Sie Zahlungspartner rechtzeitig über eine neue Kontoverbindung. Kommt es trotzdem zu Abbuchungen, dokumentieren Sie diese und klären Sie schriftlich mit ING, welche Auswirkungen sie auf die Schließung haben.

5. Kann ich ING Girokonto auch direkt kontaktieren?

Sie können die Löschung online im Internetbanking starten. Wählen Sie dort die Option "Konto löschen" und bestätigen Sie den Vorgang per TAN oder App‑Bestätigung. Alternativ senden Sie die schriftliche Kündigung per Post an ING‑DiBa AG, 60628 Frankfurt am Main. Für einen rechtssicheren Nachweis empfehlen wir das Einschreiben. In der ING‑App können Sie den Löschauftrag zudem freigeben.

6. Checkliste: Wichtige Fragen

So senden Sie das Einschreiben richtig

Für einen rechtssicheren Beleg senden Sie Ihr Schreiben als Einschreiben mit Rückschein. Adressieren Sie an ING‑DiBa AG, 60628 Frankfurt am Main. Unterschreiben Sie eigenhändig und legen Sie eine Kopie bei. Notieren Sie die Sendungsnummer und bewahren Sie Einlieferungsbeleg und Zustellnachweis auf.

So berechnen Sie die Kündigungsfrist

Beim Girokonto besteht meist keine Kündigungsfrist; Sie können das Konto fristlos beenden. Bei Sparkonten gelten oft Fristen von bis zu drei Monaten. Festgeld endet in der Regel erst bei Fälligkeit. Prüfen Sie die genaue Frist in Ihren Vertragsunterlagen.

Das tun Sie, wenn keine Bestätigung kommt

Erhalten Sie keine Rückmeldung innerhalb einiger Wochen, senden Sie eine Erinnerung per Einschreiben mit Zustellnachweis. Prüfen Sie gleichzeitig Ihre Post‑Box und Ihren E‑Mail‑Posteingang. Dokumentieren Sie jeden Kontakt mit Datum und Ansprechpartner. Ziehen Sie die Verbraucherzentrale oder den Ombudsmann hinzu, wenn die Bank nicht reagiert.

Welche Dokumente Ihr Schreiben braucht

  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Kontonummer / IBAN des betroffenen Kontos
  • Referenzkonto (Ziel‑IBAN), Datum und eigenhändige Unterschrift

Fügen Sie bei Bedarf Belege wie Vollmacht oder Sterbeurkunde bei. Bei Gemeinschaftskonten sind in der Regel die Unterschriften aller Kontoinhaber erforderlich.

So sichern Sie Ihre Post‑Box‑Dokumente vor Löschung

Exportieren Sie Kontoauszüge, Jahressteuerbescheinigungen und wichtige Mitteilungen aus der Post‑Box vor der Schließung. Speichern Sie die Dateien als PDF und legen Sie lokale Sicherungskopien an. Bewahren Sie Kopien an mindestens zwei Orten auf, damit Ihnen steuerlich oder rechtlich relevante Unterlagen später zur Verfügung stehen.

Das tun Sie, wenn Ihr Konto als Verrechnungskonto genutzt wird

Ist das Girokonto Verrechnungskonto für Festgeld oder Depot, verschiebt ING die Löschung bis zur Ablösung oder Fälligkeit. Klären Sie schriftlich, welche Schritte nötig sind, etwa die Übertragung des Depots oder die Neubenennung eines Referenzkontos. Planen Sie Termine für Fälligkeiten und fordern Sie schriftliche Bestätigungen an. Schließen Sie das Girokonto erst, wenn die verbundenen Produkte geregelt sind.

So gehen Sie bei einem Gemeinschaftskonto oder mit Vollmacht vor

Bei Gemeinschaftskonten unterschreiben in der Regel alle Kontoinhaber. Legen Sie bei Vollmachten eine Kopie der Vollmacht und einen Identitätsnachweis des Bevollmächtigten bei. Fragen Sie die Bank, welche Unterschriften oder Formulare verbindlich verlangt. Dokumentieren Sie die Antwort schriftlich; bei Uneinigkeit kann rechtliche Beratung notwendig sein.

So regeln Sie das Referenzkonto richtig

Nennen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben ein Referenzkonto (Ziel‑IBAN), auf das Restguthaben überwiesen werden soll. Formulieren Sie das Referenzkonto klar und prüfen Sie dessen Verfügbarkeit. Informieren Sie Zahlungspartner rechtzeitig über eine neue Kontoverbindung. Notieren Sie, von welchem Konto künftig Lastschriften ausgeführt werden sollen.

Das tun Sie bei Pfändung oder negativem Saldo

Bei Pfändungen oder negativem Kontostand schließt die Bank das Konto meist erst, wenn die Pfändung geklärt oder der Saldo ausgeglichen ist. Prüfen Sie, ob Ihr Konto als P‑Konto geführt wird, und besprechen Sie mit der Bank die Voraussetzungen für eine Freigabe. Holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung durch die Verbraucherzentrale oder rechtliche Beratung. Dokumentieren Sie Forderungen und Pfändungsanordnungen.

So handeln Erben beim Todesfall

Erben benötigen in der Regel die Sterbeurkunde und häufig einen Erbschein, um Konten abwickeln zu können. Nehmen Sie als Erbe Kontakt mit ING auf und senden Sie die erforderlichen Unterlagen per Einschreiben oder über die sichere Nachrichtenzentrale. Lassen Sie das Konto für die Abwicklung offen, bis alle Formalitäten geklärt sind. Dokumentieren Sie sämtliche Eingaben und Zahlungen.

So entfernen Sie Karten und Token vor der Löschung

Löschen Sie vor der Kontoschließung gespeicherte Karten und Token in Wallets oder Zahlungsdiensten wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal. Prüfen Sie in der ING‑App, welche Token aktiv sind, und entfernen Sie die Einträge. Informieren Sie Abo‑Partner rechtzeitig über neue Zahlungsdaten. Erstellen Sie eine Liste mit wiederkehrenden Zahlungen, damit Sie diese nach der Schließung neu einrichten können.

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Patrick
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Aktualisiert am 23. Juni 2026